Autorengruppe SONDERZEIT

31. Mai

Autorengruppe SONDERZEIT

"Schreiben und Hören"

Di, 19.30 Uhr, Kulturfabrik
Foyer, Eintritt frei

Ein literarisches Miteinander in Workshop-Atmosphäre - mit diesem Ziel lädt die Autorengruppe Sonderzeit zum Verfassen, Besprechen oder einfach nur zum Zuhören von Texten ein.

Mr. Holmes - Der Mann hinter dem Mythos

02. Jun

Mr. Holmes - Der Mann hinter dem Mythos

4. Open Air Kino im Schlosshof

Do, 21.30 Uhr, Schloss Ratibor - Innenhof
Eintritt 8 € / erm. 7 €

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Melancholisches Drama um den 93jährigen, ehemaligen Meisterdetektiv Sherlock Holmes, der mit seinem Alter und Demenz kämpft.

(USA/GB 2015, 104 Min., ab 0)
Regie: Bill Condon, mit Ian McKellen, Laura Linney

Der Meisterdetektiv Sherlock Holmes (Ian McKellen) ist bereits 93 Jahre alt und verlebt seine verbleibende Zeit auf Erden einsam in seinem Haus an der Küste Englands. Da er mit seinen Marotten und Eigenheiten natürlich auch im Alter nicht allein auf sich gestellt bleiben sollte, hilft ihm seine Haushälterin Mrs. Monro (Laura Linney) bei den täglichen Aufgaben. Obwohl diese sichtlich genervt von der Verschwiegenheit in den simplen Lebenslagen ihres Arbeitgebers ist, arrangiert sie sich jedoch mit der Situation. Nicht zuletzt um ihren Sohn Roger (Milo Parker) versorgen zu können. Dieser ist von der schrulligen Art des alten Detektivs trotz dessen schlechter Laune stets vom alten Kauz fasziniert. In seinem fortgeschrittenen Alter konzentriert sich Mr. Holmes lieber auf seine Bienenzucht als auf das Interesse seiner Person. Das Meiste davon sei eh erstunken und erlogen – er nutze weder den ikonischen Hut, noch würde er Pfeife rauchen. Am liebsten würde er allein mit seinen Gedanken gelassen werden. Doch mit einem Fall seiner Vergangenheit hat der große Knobler noch nicht abgeschlossen. Wegen seines hohen Alters beginnt auch sein Verstand ihn öfter zu enttäuschen und so kann er sich an die Ereignisse von vor 30 Jahren nur noch schemenhaft erinnern. Um den Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen, folgt er einer Einladung nach Japan seines alten Freundes Tamiki Umezaki (Hiroyuki Sanada). Im Jahr 1947 ist das jedoch nach dem zweiten Weltkrieg und den  Atombomben-Abwürfen über Hiroshima und Nagasaki mehr als verwüstet und Sherlock Holmes muss seinen Verstand ein letztes Mal auf Hochtouren fahren, um den Fall endgültig zu lösen.

Eine Veranstaltungsreihe von Mobiles Kino e. V. in Zusammenarbeit mit Stadt Roth und Kulturfabrik

http://www.mrholmes.de/

Fack ju Göhte 2

03. Jun

Fack ju Göhte 2

4. Open Air Kino im Schlosshof

Fr, 21.30 Uhr, Schloss Ratibor - Innenhof
Eintritt 8 € / erm. 7 €

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Fortsetzung des Zuschauermagneten um den pöbelnden Pädagogen Müller, der auf Klassenfahrt in Thailand von seinen Problemkids genervt, aber auch geläutert wird.

(D 2015, 115 Min., ab 12)
Regie: Bora Dagtekin, mit Elyas M’Barek, Karoline Herfurth, Katja Riemann

Eigentlich hatte der Dieb Zeki Müller (Elyas M‘Barek) den Job als Lehrer an einer Gesamtschule nur angenommen, um sich Zugang zu seiner versteckten Beute zu sichern. Doch mit seinen unkonventionellen Methoden hatte er Erfolg bei den Schülern, an die sonst keiner mehr geglaubt hat. Und so stellte ihn die Direktorin Gerster (Katja Riemann) an ihrer Schule an, auch nachdem sie erfahren hatte, dass Zeki noch nie eine Universität von innen gesehen hat. Zeki ist inzwischen bei seinen Schülern sehr beliebt, bietet er wenigstens Abwechslung vom sonst eher mäßig spannenden Alltag. Und auch die Beziehung zu seiner Kollegin Lisa Schnabelstedt (Karoline Herfurth) müsste eigentlich dafür sprechen, dass Zeki sich in seiner neuen Rolle als Pädagoge wohlfühlt. Wären da nicht die Schattenseiten des Lehralltags, die Zeki an seiner Berufung zweifeln lassen. Ausgerechnet mit seinen anstrengenden Schülern soll er dann auch noch eine Klassenfahrt unternehmen – und zwar nach Thailand. Denn die Direktorin Gerster hat der Ehrgeiz gepackt und sie möchte unbedingt das graue Image der Gesamtschule abstreifen. Als Konkurrent, den es auf diesem Weg zu bezwingen gilt, hat sie sich das angesehene Schillergymnasium auserkoren. Um ihrem Ziel näher zu kommen, sollen Zeki und Lisa dem Widersacher seine Partnerschule in Thailand streitig machen. Klar, dass bei der Reise allerhand schief geht, denn die chaotische Klasse um Danger (Max von der Groeben) und Chantal (Jella Haase) stellt die Nerven ihrer zuständigen Lehrer auf eine harte Probe. Und als wäre damit nicht bereits genug Chaos garantiert, schlägt auch noch das Schillergymnasium zurück. Denn der Lehrer Hauke Wölki (Volker Bruch) hat es sich seinerseits zur Aufgabe gemacht, Zekis Karriere zu beenden.

Eine Veranstaltungsreihe von Mobiles Kino e. V. in Zusammenarbeit mit Stadt Roth und Kulturfabrik

http://www.fjg-film.de/

Das brandneue Testament

04. Jun

Das brandneue Testament

4. Open Air Kino im Schlosshof

Sa, 21.30 Uhr, Schloss Ratibor - Innenhof
Eintritt 8 € / erm. 7 €

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Skurrile Tragikomödie um Gott, seine kleine Tochter und Menschen, die, als sie ihr Sterbedatum erfahren, wieder Lust am Leben haben,

(B/F 2015, 115 Min., ab 12)
Regie: Jaco van Dormael, mit Benoît Poelvoorde, Catherine Deneuve

Gott (Benoît Poelvoorde) existiert und lebt in Belgien. Diese Tatsache behält er jedoch für sich und erfreut sich stattdessen vor allem am Unglück seiner Schützlinge. Seine Frau (Yolande Moreau) und seine junge Tochter Ea (Pili Groyne) ertragen seine gehässigen Launen meist nur schwer. Ea entschließt sich nach einem Streit mit ihrem Vater dazu, sich in den allmächtigen Computer ihres Vaters einzuloggen und allen Bewohner der Erde eine entscheidende Information zu geben: Der Tag an dem sie sterben werden. Sie ist davon überzeugt, dass die Menschen, anstatt sich von ihrem tristen Alltagsleben beherrschen zu lassen, lieber den spontanen Freuden in ihrer noch verbliebenen Zeit auf Erden hingeben sollen. Fortan regiert natürlich das Chaos. Während die einen ihr Leben nun in vollen Zügen auskosten und sich von einem Hochhaus oder einer Brücke stürzen, gehen die nächsten ihren persönlichen Trieben nach und haben Sex mit einem Gorilla. Gott hat natürlich alle Hände voll zu tun, wieder für Ordnung auf Erden zu sorgen und nebenbei seine launische Tochter unter Kontrolle zu bringen. Die möchte aus Unmut über ihren Vater, lieber ein brandneues Testament veröffentlichen und so eine neue Weltordnung schaffen. Der belgische Regisseur Jaco Van Dormael konnte mit seinem neuesten Werk auf dem Cannes Filmfestspielen 2015 seine Weltpremiere feiern. Sein bislang fünfter Spielfilm steht seinen bisherigen Werken wie „Mr. Nobody“ oder „Toto der Held“ in nichts nach, was seine fantastische Bildsprache und skurrilen Charakteren anbelangt. Neben dem Gott-Darsteller Poelvoorde und seiner Frau Moreau sind europäische Größen wie Catherine Deneuve und François Damiens zu sehen.

Eine Veranstaltungsreihe von Mobiles Kino e. V. in Zusammenarbeit mit Stadt Roth und Kulturfabrik

http://www.dasbrandneuetestament-derfilm.de/

Ich bin dann mal weg

05. Jun

Ich bin dann mal weg

4. Open-Air Kino im Schlosshof

So, 21.30 Uhr, Schloss Ratibor - Innenhof
Eintritt 8 € / erm. 7 €

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Adaption von Hape Kerkelings gleichnamigen Bestseller über seine Auszeit und Erfahrungen auf dem Jakobsweg.

(D 2015, 92 Min., ab 0)
Regie: Julia von Heinz, mit Devid Striesow, Martina Gedeck

Für den beliebten Entertainer Hape Kerkeling (Devid Striesow) ist der Stress bei seinen vielen Terminen im Fernsehen und auf der Bühne ein ständiger Begleiter. Als er bei einer Show zusammenbricht, verordnet ihm sein Arzt in der Diagnose eine Zwangspause von mehreren Monaten. Mit Widerwillen sucht sich Hape eine Aufgabe, die ihn mit sich selbst ins Reine bringt. Er nimmt sich ein Vorbild an der Schauspielerin Shirley MacLaine und beschließt, den Jakobsweg entlang zu wandern. Die beschwerliche Reise nach Santiago de Compostela geht über Stock und Stein in einer Länge von knapp 782 Kilometern und wird meist von Pilgern auf der Suche nach Gott beschritten. Demnach lautet auch die erste Frage seiner Agentin Dörte (Annette Frier) zu seinem Unterfangen: „Glaubst du denn an Gott?“ Eine Frage auf die Hape selbst noch keine richtige Antwort vorzuweisen hat, doch durch die Erfahrungen mit seiner Oma (Katharina Thalbach) in seiner Kindheit schlummert sein Glaube tief in ihm. Gleich zu Beginn seiner Reise in Frankreich eröffnet sich für Hape schnell das Ausmaß seines schier unmöglichen Unterfangen, allein ohne jegliche sportliche Vorbereitungen den Weg beschreiten zu wollen. Er begegnet den zwei Pilgerinnen Stella (Martina Gedeck) und Lena (Karoline Schuch) mit denen er auf seiner kommenden Reise öfter die Wege kreuzen wird, auch wenn die Weltanschauungen der drei dabei doch ganz unterschiedlich sind. Hape Kerkeling machte sich im Jahr 2001 auf die Reise entlang des Jakobsweges und hat seine Erfahrungen im gleichnamigen Sachbuch im Jahr 2006 veröffentlicht. Das Buch hielt sich lange Zeit an der oberen Spitze der heimischen Bestseller-Listen und mobilisierte eine ganze Schar von Nacheifern, die in den Folgejahren den Jakobsweg entlang pilgerten. Die Einheimischen sprachen hier sogar vom „Kerkeling-Effekt“. Den Film inszenierte Julia von Heinz an den Originalschauplätzen in enger Absprache mit Hape Kerkeling.

Eine Veranstaltungsreihe von Mobiles Kino e. V. in Zusammenarbeit mit Stadt Roth und Kulturfabrik

KLÜPFEL und KOBR - NACHHOLTERMIN

20. Jun

KLÜPFEL und KOBR - NACHHOLTERMIN

"my Klufti"

Mo, 20.00 Uhr,
VVK 27,50 € / AK 29 € / erm. 21 €

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Nachdem einer der Künstler am 27. April kurzfristig erkrankt war, kann der Termin nun zum Glück nachgeholt werden:

Klüpfel und Kobr haben bislang 8 Bücher haben sie geschrieben - und davon über 5 Millionen Bücher verkauft, Hunderttausende haben bereits ihre Liveauftritte gesehen. Nun dürfen sich die Rother Zuschauer auf eine Mischung aus Texten aus dem aktuellen Kluftinger-Roman Grimmbart

und extra für das Bühnenprogramm gedrehten Filmclips freuen. Ein Abend nicht nur für Kluftinger-Leser, Allgäu-Fans oder Krimi- Enthusiasten, sondern

auch für die, die es erst noch werden wollen. Klüpfel und Kobr bieten in my Klufti exklusive, aber natürlich nicht ganz ernst gemeinte Einblicke in die Entstehung

ihres neuesten Bestsellers Grimmbart: Witzig und skurril ihre filmische Umsetzung von Märchen auf Allgäuerisch, echte Highlights ihre Klufti-TVReportagen

auf dem Golfplatz oder einem großen Allgäuer Volksfest.

Im Zentrum ihres neuen Bühnenprogramms aber steht das aktuelle Buch mit seinen liebevoll gezeichneten Figuren von Kluftinger bis Langhammer, die Klüpfel und Kobr auf der Bühne lebendig werden lassen. Denn wenn es darum geht, dem Publikum Teile von Grimmbart im Dialog zu präsentieren, übertreffen sich die beiden Allgäuer einmal mehr selbst. Und bleiben dabei stets die

„Allgäuer Buben“, die die Massen seit Jahren begeistern.

www.kluefel-kobr.de

Soirée im Café Open Air

24. Jun

Soirée im Café Open Air

"Strictly Originals" - Jazzkonzert

Fr, 21.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 11,50 € / AK 13 € / erm. 8 €

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Handgemachte, frische Musik an einem lauschigen Frühsommerabend - das ist die Open Air Version unserer etablierten Soirée im Café-Reihe. Mit "Strictly Originals" präsentieren die Musiker des Stadtorchesters der Stadt Roth Eigenkompositionen.

Präsentiert wird das Jazzkonzert, das bei schönem Wetter wie gewohnt im Biergarten der KuFa stattfinden wird, von Peter Thoma am Saxophon und Andreas Gandela am Schlagzeug. Die beiden an der Orchesterschule Roth unterrichtenden Musiker sind in der Jazzszene des Nürnberger Raumes aktiv und werden sich für das Konzert wieder musikalische Gäste aus Nürnberg und Umgebung einladen. Bereits seit fünf Jahren erfreut die Orchesterschule Roth unter der Leitung von Stadtkapellmeister Walter Greschl die Besucher mit wechselnden Arrangements. Und auch dieses Mal ist ein spannender und abwechslungsreicher Abend mit bekannten Gesichtern und aufregender Musik in entspanntem Ambiente garantiert!

22. Kindertheater-Festival

27. Jun

22. Kindertheater-Festival

"Pfiffige Woche & Co"

Mo, 27. Juni bis Fr, 01. Juli, Kulturfabrik
Eintritt 4,50 €/ Gruppen ab 10 Personen 3,50 €/ Person

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Ein Programm, das kleine Theatergäste lieben werden: Mit Momo, der kleinen Hexe und dem Kleinen Raben Socke gibt es ein Wiedersehen mit alten Freunden. Der Grimm‘sche Klassiker Der Froschkönig und Janosch‘s Fidelgrille und der Maulwurf runden die Woche märchenhaft ab.

Mo, 27. Juni, 9.15 Uhr (11 Uhr optional)
MOMO, Theater Kuckucksheim, ab 6 Jahren

Di, 28. Juni, 9.15 Uhr (11 Uhr optional)

Die Fiedelgrille und der Maulwurf
Figurentheater Hattenkofer, ab 3 Jahren

Mi, 29. Juni, 9.15 Uhr (11 Uhr optional)
Die kleine Hexe, Klick-Klack Theater, ab 5 Jahren

Do, 30. Juni, 9.15 Uhr (11 Uhr optional)
Der Froschkönig, ab 4 Jahren

Fr, 1. Juli, 9.15 Uhr (11 Uhr optional)
Alles erlaubt?
Schwabacher Marionettenbühne, ab 3 Jahre

 

 

 

 

 

Lisa Fitz

16. Sep

Lisa Fitz

"Weltmeisterinnen" - Eröffnung 12. Rother Kabarettherbst

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
1. Kat VVK 25 € / AK 26 € 2. Kat VVK 23 € / AK 24 €

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Blödsinn, Tiefsinn, Wortwitz und bayerische Direktheit: Lisa Fitz beleuchtet komödiantisch virtuos in mehreren Rollen das Weltgeschehen und lässt dessen Repräsentantinnen zu Wort kommen: Gerda Wimmer, Olga Geheimniskowa, Hilde Eberl und Inge von Stein.

Was die Putzfrau, die Feministin, die CSU-Abgeordnete und  die Geheimagentin verbindet? Alle vier sind Weltmeisterinnen in ihrem Universum. Egal, ob´s um Bodenhaltung für Freilandhühner, Verarbeitung von Fuchs im Döner, Verschwörungen, Spähskandale, um Fußball oder um Männer geht– jede Weltmeisterin hat ihren Standpunkt, ihre Sicht der Dinge - und natürlich das ultimative Geheimrezept für soziales und privates Miteinander, das Funktionieren der Welt.  Ob Gesellschaft, Ehe oder Politik – sie wissen ganz genau, wo’s hakt. Sie wissen, was Kindern, Männern, Frauen und Staatslenkern in den 10-er Jahren des 21.Jahrhunderts fehlt. 

   Wo andere klimpern, beherrscht Lisa Fitz ihr Instrument professionell. Wunderbar humorvoll-groteske Songs, gesungen mit einer rauchigen, tiefen Stimme darf man genauso lauschen, wie der mutigen Botschaft über Tabubrüche.  Und oft muss man genau zuhören, um die Wahrheit im Witz vor lauter Lachen nicht zu verpassen. Lisa Fitz ist und bleibt, wie ihre Kollegin Sissi Perlinger sagt, die „Speerspitze des Frauenkabaretts“ in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

Christine Prayon

23. Sep

Christine Prayon

"Die Diplom-Animatöse" - 12. Rother Kabarettherbst

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 18,30 € / AK 20 €

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Christine Prayon, bekannt als Birte Schneider aus der ZDF heute-show, gibt die Diplom-Animatöse. Diese ist keine gemeine Animatöse. Sie ist eine Animatöse mit Diplom. Und das gibt es selten.

Gehen Sie bei der Wahl Ihrer Abendveranstaltung auf Nummer Sicher: Entscheiden Sie sich für Künstler mit Gütesiegel. Christine Prayon, dem Fernsehpublikum besonders als Birte Schneider aus der ZDF heute-show bekannt, hat sich das Ulknudel-Diplom auf die Netzhaut tätowieren lassen. So können Sie Qualität schon von weitem erkennen.

Dieser Abend passt in keine Schublade, denn er ist zwei Stunden lang und mindestens genauso breit. Wenn Sie darüber jetzt herzlich lachen konnten, sind Sie hier genau richtig. Es wird noch mehr schlechte Witze geben. Außerdem wird Frau Prayon einige Präsidenten imitieren, schön singen, den ein oder anderen bewegenden Moment zerstören und möglichst viel Haut zeigen. Sie wird sich auch heute mal wieder nicht festlegen, ob es sich hier um Kabarett, Comedy oder eine Heizdeckenverkaufsveranstaltung handelt. Hauptsache absurd und ohne Chansons.

Auf dem Höhepunkt ihrer Animatösenkarriere wendet sich Christine Prayon nun den Enthüllungen zu, auf die wir lange gewartet haben. Sie verrät uns endlich, wer sie wirklich ist, welche seltene Krankheit sie hat. Ob es den deutschen Humor gibt und wenn ja, warum nicht. Wir erfahren die ganze Wahrheit über Jack Michaelson und die Große Deutsche Revolution. Wie Madame Sarkozy bei einem Lachanfall aussieht, wie das Wetter gestern wird und was Prayons Eltern und ihre Katze zu all dem sagen.

Kleine Inhaltsangabe, nur für Presseleute (kann gleich so abgeschrieben werden):

Es geht um Vieles. Eigentlich geht es um alles. Es geht um Schein und Sein in der realkapitalistischen Gesellschaft, einer zunehmend brutalisierten, anonymen Nahrungskette mithin, in der das gnadenlose Rollenspiel Überlebensstrategie, ja quasi systemimmanent ist. Es geht also um das Nicht-Sein im Sein, da alles Sein als Schein ein scheinbares Nicht-Sein im Schein des realen Seins zu sein scheint. Wer Antworten auf diese Fragen sucht, wird sie hier finden.

Die Diplom-Animatöse ist mutig und unkonventionell, … von Redakteuren gefürchtet, von Therapeuten empfohlen, denn, so Prayon, "ich muß halt auch bleiben, wo ich gucke".

http://www.christineprayon.de/

Silke Straubs SILK STREET

30. Sep

Silke Straubs SILK STREET

Eine persönliche Melange aus Jazz und Pop

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 22,70 € / AK 24 €/ erm. 18 €

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Klarer, präziser, natürlich schnörkelloser Gesang ist ihr Markenzeichen: Silke Straub aus Bad Kissingen ist vielen Musikliebhabern als Sängerin seit Jahren ein Begriff. In ihrer Band mit dabei, der Rother Musiker Werner Treiber.

Silke Straubs Kompositionen bestechen durch eine gewisse Leichtigkeit bei gleichzeitig hohem musikalischem Niveau. In ihren sehr persönlichen Texten behandelt sie zwischenmenschliche Themen oder Situationen, mal ernst, mal ironisch oder mit Witz. Manchmal philosophiert sie, beispielsweise über die Langeweile - ein Zustand, der ihrer Meinung nach oft zu negativ besetzt wird. Die Diplom-Musikerin wirkte in zahlreichen Musikprojekten und CD-Produktionen im In- und Ausland mit und ist zudem eine gefragte Gesangspädagogin, u.a. an den Musikhochschulen Nürnberg und Würzburg. 2014 legte Silke ihre erste eigene CD vor, ausschließlich Eigenkompositionen, stilistisch irgendwo zwischen Jazz, Pop und Singer/Songwriter angesiedelt. Ihre Band besteht aus hochkarätigen Musikerinnen und Musikern aus der Metropolregion Nürnberg. Zurücklehnen und genießen

 

Christian Springer

01. Okt

Christian Springer

"TROTZDEM" - 12. Rother Kabarettherbst

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 19,80 € / AK 21 €

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Die Welt ist schlimm. Aber die Antwort von Christian Springer darauf lautet: Trotzdem! Der Name seines Programms ist nicht nur die Überschrift für einen Kabarettabend.

„Trotzdem“ heißt weitermachen, nicht aufgeben, und sich nicht den Schneid abkaufen lassen. Aber keine Angst, Sie sind nicht in einem Coaching-Seminar gelandet, sondern im politischen Kabarett. Ein Mann zeigt Haltung und haut auf unsere Feigheiten drauf. Denn Christian Springer geht’s ums Ganze. Und dafür kämpft er, bis seine Ohren glühen. Er ist der Aufreger unter Deutschlands Kabarettisten, der Trotzdem-Män. Auf der Bühne sehen Sie einen satirischen Mutmacher, der leichtfüßig Sinn und Unsinn zu skurrilen politischen Kabarett-Geschichten verknüpft, in denen mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt. Im echten Leben hat er seine Leidenschaft zur Mission gemacht, und versucht den Flüchtlingen im Nahen Osten mit seinem gemeinnützigen Verein Orienthelfer e.V. ein erträglicheres Leben zu schaffen. In seinem Leben als Kabarettist gräbt er sich tief in die Themen ein und ruht nicht, bis im BR- "schlachthof" die Zuschauer oft den Atmen anhalten. Und wenn es ihm zuviel wird, schreibt er dem bayerischen Ministerpräsidenten gleich einen Brief. Achtzig Seiten lang, das Motto: Landesvater, cool down. Dieser Münchner Kabarettist lehnt sich auf gegen die lähmende Ohnmacht. Endlich. Wo es doch so oft heißt : man kann nichts tun. Das stimmt. TROTZDEM! Christian Springer: „Wir werden milliardenfach Hinweise zur Entkalkung der Spülmaschine hinterlassen. Große Visionen: Fehlanzeige.“ – „Unsere Geschichte geht so: Steinzeit, Bronzezeit, Oberlehrer-Zeit.“ 

www.christianspringer.de

THE ROBERT CRAY BAND

06. Okt

THE ROBERT CRAY BAND

LIVE IN CONCERT 2016

Do, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
Sitzplätze: VVK 49,50 € / AK 51 € Stehplätze: VVK 43,50 € / AK 45 €

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Im Oktober 2016 kommt der amerikanische Sänger, Gitarrist und Songwriter Robert Cray wieder nach Deutschland auf Tournee. Im Gepäck hat er sein aktuelles Live-Album „4 Nights of 40 Years Live“ (2CD+DVD), das im August 2015 auf Mascot Records erschienen ist.

Fünf Grammy Awards, 15 Nominierungen, 20 Studioalben in über 40 Jahren, millionenfach verkaufte Alben und unzählige ausverkaufte Konzerte in der ganzen Welt sprechen für sich. Robert Cray ist einer der größten Gitarristen seiner Generation und hat einen Sound geschaffen, der so tief in der amerikanischen Tradition verwurzelt ist aber dennoch stets frisch wirkt.
Geboren 1953 in Columbus, Georgia hört der junge Cray Gospel & Soul und findet begeistert von dem Sound von Jimi Hendrix und den Popsongs der Beatles zur ersten Gitarre. Auf der Highschool entdeckt er seine Liebe zum Blues, die ihn bis heute nicht mehr loslässt. Beflügelt durch den Erfolg seiner Idole Albert Collins, Buddy Guy, Freddie King und Muddy Waters machte er sich im Alter von 20 Jahren bereits im Nordwesten und Kalifornien einen Namen. 1980 erscheint dann sein erstes Studioalbum „Who’s Been Talking’“. Weltweit Aufsehen erregt er, als sein viertes Album „Strong Persuader“ 1986 mit dem Grammy Award ausgezeichnet wird und auf Heavy Rotation in den größten amerikanischen Rocksendern läuft.
Seit Jimi Hendrix war Robert Cray der erste afroamerikanische Künstler, der in diesem Genre einen so großen Erfolg erlangte. Die Single Smokin’ Gun findet sich weltweit in den Charts wieder. Es folgen zahlreiche Preise wie z.B. der Living Blues Award 1993, die Aufnahme in die Blues Hall of Fame, als bisher jüngster Gitarrist überhaupt und mehrere W. C. Handy Blues Awards.
„Ich glaube „Strong Persuader“ hat einfach einen guten Spirit und viel Energie. Die Leute fordern diese Songs noch immer auf meinen Konzerten. Das Radio und MTV kamen uns damals auch zugute“, so Cray heute. In der Oberliga angekommen, ruhte er sich nie auf seinen Erfolgen aus. Er nahm mit Eric Clapton den Hit Old Love auf, spielte in dem Dokumentarfilm „Hail! Hail! Rock ‘n‘ Roll!“ an der Seite von Chuck Berry & Keith Richards mit und war in dem TV-Special „Break Every Rule“ über Tina Turner zu sehen. Die Robert Cray Band erhielt regelmäßig bei ihren Konzerten Unterstützung von Größen wie den Rolling Stones, Eric Clapton, John Lee Hooker, B.B. King und Bonnie Raitt Im Oktober 2016 können nun seine Fans in Deutschland Robert Cray und seine Stratocaster wieder live erleben mit erdigem, rockigen Blues, soulgetränkten Balladen und seinem zeitlosen Mix aus Funk, Jazz und Rhythm & Blues. Mit seiner bewährten Band aus Les Falconer (Drums), Richard Cousins (Bass) und Dover Weinberg (Keyboards) zelebriert Robert Cray über 40 Jahre Live-Historie mit Klassikern wie Smokin’ GunI Was WarnedRight Next Door (Because Of Me) oder I Guess I Showed Her. Ein Muss!

Tourneeveranstalter: Passerotto Concerts für KBK Konzert- und Künstleragentur GmbH

http://robertcray.com/

Stefan Leonhardsberger

08. Okt

Stefan Leonhardsberger

"Da Billi Jean is ned mei Bua" - 12. Rother Kabarettherbst

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 19,40 € / AK 21 €

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Nach dem Riesenerfolg schon 2015 bei uns in der Kulturfabrik, freuen wir uns, Stefan Leonhardsberger erneut begrüßen zu dürfen - mit seinem Liederabend DA BILLI JEAN IS NED MEI BUA, in dem der Vollblutschauspieler, -musiker und -sänger Klassiker der Popmusik von Grund auf neu interpretiert.

 Mühelos und charmant erweckt er die Helden seiner Songs zum Leben, und entführt das Publikum auf die Schauplätze der kleinen und großen Dramen des Alltags. So gibt er in seiner Version von Lana del Reys Summertime Sadness einen jungen Mann, der an der Sommerzeitumstellung zerbricht. Der B‘soffene Tänzer setzt zur Melodie von Tina Turnes Private Dancer allen schüchternen Herren auf der Tanzfläche ein Denkmal. Dazwischen taucht immer wieder der Titelheld Billi Jean auf, dessen bewegte Lebensgeschichte durch den Abend führt.

Seit der Premiere im August 2013 feiert das Programm stetig wachsende Erfolge auf Konzert- und Kleinkunstbühnen wie dem Münchner Schlachthof, dem Musiktheater Linz, dem Metropoltheater München und dem Linzer Posthof. Auftritte in der Deutschen Kabarettbundesliga, der ARD sowie im Vorprogramm von Hannes Ringlstetter und der österreichischen Band WANDA zeigen, dass Stefan Leonhardsberger auch auf der großen medialen Bühne eine ausgezeichnete Figur macht. Unterstützt wird er dabei von seinem kongenialen Bühnenpartner Martin Schmid, der auf der Akustikgitarre virtuos den heißen Kern der Popmusik freilegt. Die Texte des Programms schreibt Leonhardsberger gemeinsam mit dem Autor Paul Klambauer. Sein Song „Grenzgegend“ wurde 2014 mit dem Nachwuchspreis der Bayerischen Literaturstiftung ausgezeichnet.

Musicals in Concert

15. Okt

Musicals in Concert

Internationale Musical-Gala

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 34,10 € / AK 36 €

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Musicals in Concert präsentiert die Hits der schönsten und beliebtesten Musicals weltweit. Unter dem Motto „That’s Entertainment“ wird eine rasante Show mit Hits aus Starlight Express, König der Löwen, Jersey Boys, Fame, Tanz der Vampire, Saturday Night Fever, Motown, West Side Story, Das Phantom der Oper und vielen anderen internationalen Musicalproduktionen präsentiert.

Ein Wiedersehen mit den Nonnen  aus  Sister Act steht genauso auf dem programm wie die großen Rock- Klassiker aus   „We Will Rock You“. Die Live-Show setzt auf großes Entertainment und unsterbliche Musicalsongs – dargeboten von internationalen Musicalstars und begleitet von der Rainbow-Band, bestehend aus deutschen Spitzenmusikern. Spektakuläre Lichteffekte entführen die Konzertbesucher in die Welt des Showbusiness, weitab von allem Alltäglichen. 

Die künstlerische Gesamtleitung liegt bei Peter Wölke. 

www.rainbow-shows.de

RINGLSTETTER & ZINNER

16. Okt

RINGLSTETTER & ZINNER

"Zwei Typen, zwei Gitarren, zwei Bücher" - 12. Rother Kabarettherbst

So, 19.00 Uhr, Kulturfabrik
22 € / AK 23 €

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Hannes Ringlstetter und Stephan Zinner sind ein echtes Dreamteam - kein Wunder also, dass nach ihrem ersten gemeinsamen Duoprogramm "Überleben in der Wildnis" nun das Nachfolge-Programm an den Start geht.

In ihrem neuen Programm "Zwei Typen, zwei Gitarren, zwei Bücher" werden die beiden Kabarettisten, Schauspieler, Musiker und begnadeten Tänzer nicht nur Singen und Geschichten erzählen, wie sie das schon bei ihrem letzten gemeinsamen Abend „Überleben in der Wildnis“ gemacht haben.  Nein, jetzt hat der Hannes Ringlstetter im dtv-Verlag so eine Art Tourtagebuch mit dem Titel “Paris .New York. Alteiselfing.“ herausgebracht und der Stephan Zinner im Lichtung-Verlag den Kurzgeschichten-Band „Flugmango“ - und natürlich werden sie aus ihren Büchern die Geschichten zum Leben erwecken.

Wer die beiden kennt weiß, dass dies sicherlich bayrisch, lustig, g´scheert, aber auch nachdenklich und hintergründig werden wird. Und wer sie noch nicht kennt, sollte vorbeikommen und sich überraschen lassen. Die Musik wird bestimmt nicht zu kurz kommen. Der Schweiß wird fließen. 

El Mago Masin

21. Okt

El Mago Masin

"Rolle rückwärts"

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 17,20 € / AK 20 €

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Es war ein ganz außergewöhnlicher Abend. Ich glaubte am Anfang nicht, dass der Mann mit den schier endlos langen Rastalocken und seiner Gitarre das wirklich durchzieht.

 Doch er hat es getan. Im neuen Programm „Rolle rückwärts“ agiert el mago masin in seiner reinsten Form: Konsequente Unkonventionalität in Vollendung. Eine Show, die mit der Zugabe beginnt und tatsächlich mit dem Begrüßungslied endet. Ein Besucher im Publikum meinte, so etwas habe er noch nie erlebt.

Inhaltlich wurden feinste masinsche Skurrilitäten serviert, beeindruckend war das Lied über die polnische Hafermastgans. Verspielte Wortkreationen, verspulte Geschichten – erfreulich seltsam. Kaum zu glauben, dass der chronisch Verwirrte den Abend perfekt bis ins Detail rückwärts geplant hatte. Er beginnt am Ende. Sogar diese Ankündigung erscheint als Nachbericht des Programms …

COUPLET AG

22. Okt

COUPLET AG

"Perlen für das Volk" - 12. Rother Kabarettherbst

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 20,90 € / AK 22 €

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Ihr 20. Bühnenjubiläum feiert die Couplet AG mit neuem Bühnenprogramm: Hochaktuelle und auserlesene Satire-Perlen, aufgefädelt in einer temporeichen, witzig-furiosen Inszenierung von BR-Regisseurin Eva Demmelhuber.

In „Perlen für das Volk“ erwartet das Publikum ein Wiedersehen mit Herrn Dr. Kudernak sowie dem GPS-gesteuerten Landwirtsehepaar Berta & Josef. Aber auch neue Gesichter wie die österreichischen Meet-and-Greet-Fans oder die Glücksfee Penelope sind mit von der Partie. Umzingelt von Kinderwagen-bewaffneten Latte-Macchiato-Müttern, omnipäsenten Schuhbecks und operierfreudigen Ärzten darf das Publikum feststellen: „Und da bin i dahoam!“ 

Als eine der erfolgreichsten Musikkabarettformationen Süddeutschlands hat es die Couplet AG in den letzten Jahren geschafft, dem Volkssänger-Kabarett und dem Couplet zu einem wahren Siegeszug zu verhelfen. In Verbindung mit aktuellen Texten von Grüner und Ideengeber Jürgen Kirner sowie den Neukompositionen von Bernhard Gruber bilden sie ein ideales Transportmittel für beißende Satire und Hinterfotzigkeiten.  

Präsentiert von Bayern 2.

 

 

 

www.couplet-ag.de

"Deutschland. Ein Wandermärchen"

29. Okt

"Deutschland. Ein Wandermärchen"

Anna Magdalena Bössen - Literaturschauspiel

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 16,10 € / AK 17 €

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Bin ich Deutschland? Und wenn ja, was bedeutet das für mich und mein Land? Und wenn nein, wer ist es dann? Sind wir noch das Land der Dichter und Denker? Wieso kenne ich mehr Nachbarländer als deutsche Bundesländer?

Sind mir meine Landsleute eigentlich ähnlich? Wie viel verrückt ist normal? Hat jeder Haushalt einen Föhn?

Diese Fragen hat die Rezitatorin Anna Magdalena Bössen in einen knallgelben Koffer gepackt und sich auf ihr Rad geschwungen! Zwölf Monate bereiste sie ihr Land, legte über 8.000 Kilometer zurück, trat gegen Kost und Logis in Wohnzimmern auf und überschritt regelmäßig Grenzen – im Kopf, im Land und ihre eigenen. Mit Tweedoutfit und Koffer schwingt sie sich nun auf die Bühnen der Republik und berichtet von dieser ungewöhnlichen Reise.

Wie findet man heraus, ob die eigenen Landsleute wie die eigene Familie ticken? Indem man sie besucht. Hunderte von Menschen haben die Rezitatorin eingeladen in ihren Wohnzimmern aufzutreten. Und was dabei herausgekommen ist können Sie jetzt live erleben: Bewegend, humorvoll und lyrisch beschwingt nimmt die Diplom-Gedichte-Sprecherin ihr Publikum mit auf die Reise ins Innere.

Begleitet wird das „Große Literaturschauspiel“ von Dichtern und Denkern aller Epochen: Goethe, Schiller, Hölderlin, Heine, Domin, Jandl, Gernhardt, Tucholsky, Kalèko – sie alle können eine Menge dazu sagen, wer wir sind. Und uns immer wieder auf die Reise schicken: bei unserer Suche nach dem WIR.

Anna Magdalena Bössen rezitiert auswendig und zeigt (musikalisch begleitet) hunderte Fotos von der Reise. Ein Literaturschauspiel mit Reimen, Reisebildern, Hochstimmung und Tiefgang!

RICK KAVANIAN

10. Nov

RICK KAVANIAN

"Offroad" - 12. Rother Kabarettherbst

Do, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 23,10 € / AK 25 €

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Nach drei erfolgreichen Bühnenprogrammen ist Rick Kavanian mit seinem neuen Programm „OFFROAD“ wieder da.

OFFROAD ist Stand-Up-Comedy im klassischen Sinne. One man, one microphone and absolutely no action! Rick will zurück zu seinen Wurzeln - nur wo sind die? Armenien, Bukarest, New York oder doch München? Persönlich wie nie, einer Zerreisprobe nahe, geht Rick der Frage nach: wer, wann und warum ausgerechnet er? Worum geht es bei OFFROAD? Das spielt keine Rolle? Warum? Weil "Worum geht es" ständig die Hauptrolle in Deutschland spielt, neben "Roter Faden" und "Wo ist der Sinn des Ganzen?" Rick´s Antwort darauf: Da müsste ich mal im Lager nachsehen. Oder war es Dimitri Stoupakis, der das anbot? Was ist mit dem eigentlich? Darf Dimitri mit auf die Bühne oder fallen die Aufführungsrechte

im Jahre 13 nach "Der Schuh des Manitu" an Bully Herbig zurück. Ähnlich geht es Lord Jens Maul? Wohin mit ihm, wenn nicht aufs (T)Raumschiff Bühne, um endlich sein Obst- und Gemüsetourette zu heilen. Jenseits des Mainstreams, quasi gegen den Jetstream, verwirklicht Rick endlich seinen Stagedream: Er wird intim und spricht über die Dinge – ‚Was für Dinge, fragen Sie? Gute Frage!‘ - über die er sonst

nicht sprechen konnte, weil er ständig von Besserwissern, wie seinen Eltern, Pep Guardiola und den Spastelruther Katzen unterbrochen wurde. Diesmal muss Rick endgültig vor Rick die Hosen runterlassen. Es gilt nicht mehr die Ausrede: Schizophrenie - jetzt oder nie! In seinem neuen Programm "OFFROAD" muss Rick den geraden Pfad der Unterhaltung verlassen, um endlich zuRick zu finden. Nicht weil Rick das möchte oder etwa das Publikum sowas erwartet! Nein, Rick ist jetzt 44 und das ist genau die Anzahl an Möglichkeiten, um das Haus vom Nikolaus zu lösen.

http://www.rick-kavanian.de/

Wolfgang Buck & Stefan Kügel

11. Nov

Wolfgang Buck & Stefan Kügel

"Aufs Maul gschaud"

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 19,40 € / AK 21 €

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Wolfgang Bucks Lieder und Stefan Kügels Schauspielkunst sind bekannt für ihren Humor, ihre in Franken sonst unbekannte Zärtlichkeit und ihre sensible Grobmotorik.

Was passiert, wenn die Songs von Wolfgang Buck auf von Stefan Kügel gelesene Texte aus Martin Luthers sinnlich kraftvoller Bibelübersetzung treffen? Es ergeben sich Kontraste, Widersprüche, neue Sichtweisen und Momente tiefster Menschlichkeit.

Cara

17. Nov

Cara

"Yet we sing"

Do, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 18,30 € / AK 20 € / erm. 15 €

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Cara schreibt mittlerweile seit 13 Jahren Erfolgsgeschichte. Was als „Deutsche Irish-Folk-Band“ begann hat sich zu einer der gefragtesten und modernsten Gruppen des Genres mit überwiegend selbst geschriebenem Material, internationalem Line-Up und internationalem Renommée entwickelt.

Zweimal wurde Cara mit dem Irish Music Award ausgezeichnet, 2010 für "Best New Irish Artist" und 2011 für "Top Group", sieben Mal tourte die Band schon durch die USA, war Top-Act beim Milwaukee Irish Fest 2009 (130.000 Besucher), beim Kansas City Irish Festival 2009 und 2010, und beim Dublin Irish Fest 2014. Auch in Irland ist die Band regelmäßig zu Gast, zuletzt im Oktober 2014 beim Cork Folk Festival, zur Prime Time am Festivalsamstag! Daneben standen und stehen Tourneen und Festivals in Schottland, England, Dänemark, Holland, Frankreich, Belgien, der Schweiz, Italien, Österreich und Deutschland im Tourkalender. Nun legt das deutsch-schottische Quintett mit „Yet We Sing“ sein fünftes Studioalbum vor.
Der Cara-Sound wird geprägt und defniert durch die beiden charismatischen Sängerinnen und Songwriterinnen Gudrun Walther und Kim Edgar. „Yet We Sing“ beschäftigt sich mit den großen Themen des Lebens – Liebe, Tod, Religion, Krieg und Hofnung – und der Zuhörer ist ganz dicht dran. Konsequent haben Cara bei diesem Album weitestgehend auf Overdubs und Gastmusiker verzichtet, um die Live-Energie einzufangen, die der Band begeisterte Fans und ihren Status als eine der besten Folkbands der letzten Dekade beschert hat. Damit liegen Cara voll im Trend der „neuen handgemachten Musik“, die keine Barrieren zwischen ihrer Musik und den Zuhörern braucht und duldet.

http://cara-music.com/index.php/de/

Matuschik & Rohrer

19. Nov

Matuschik & Rohrer

Wir müssen reden!

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 19,40 € / AK 21 € / erm. 16 €

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MATTHIAS MATUSCHIK und SUSANNE ROHRER sind der lebende Beweis dafür, dass Männer und Frauen doch zusammenpassen – zumindest 90 Minuten lang auf einer Kabarettbühne.

Unterbrochen wird die fast schon unerträgliche Harmonie lediglich bei Kleinigkeiten wie: Ist eine Histaminunverträglichkeit einer Lactoseintoleranz vorzuziehen oder ist die Agnostik wirklich den Frauen vorbehalten, während Männer – beschnitten oder nicht – dem Einspritzer frönen?

WIR MÜSSEN REDEN, das gilt für die Zwei jetzt also nicht mehr nur im Radio, sondern auch auf der Bühne. Mit Antworten auf Fragen, die Sie sich garantiert noch nie gestellt haben – und wer hier nicht lacht, muss zur Strafe seinen Namen tanzen. 

http://www.matuschik.nu/

Fatih Çevikkollu

02. Dez

Fatih Çevikkollu

Emfatih

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 17,20 € / AK 18 €

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Fatih Çevikkollu ist mit seinem neuen, mittlerweile fünften Solo-Programm wieder in Fatihland unterwegs. Mit Geist und Gefühl ist der Kölner Kabarettist auf Werbetour für eine verloren gegangene Eigenschaft: Mitgefühl – EMFATIH!

Fatih Çevikkollu spielt mit Wahrheit und Fanatismus: Die Einen tragen ein Kopftuch, die Anderen einen geistigen Schleier und so manche Lügenfresse geht morgens spazieren. Sagte man früher: Kümmeltürken, so sind es heute: Topterroristen. Seit ISIS aber wissen wir: Wir haben keinen Plan gegen den Fanatismus. Wir handeln kopflos. Fatih Çevikkollu spielt mit Schmerz und Sehnsüchten: Flüchtlinge schwimmen im Mittelmeer und machen ihre ganz eigenen Grenz–erfahrungen vor der Festung Europa. Members Only. Fatih Çevikkollu spielt mit Form und Inhalt, mit der Paragrafen-Deko des Grundgesetzes der Einen und der DAX-Kurve der Anderen. In einem Land das dem Bier frönt sind Leberwerte allemal wichtiger. EMFATIH: das neue Programm von Fatih Çevikkollu - rasant, relevant, eloquent. Hingehen, hinhören und herausfinden was es mit seinem Motto auf sich hat: „Wer die Wahrheit verhandelt, muss die Anderen zum Lachen bringen, sonst bringen sie ihn um!“

http://www.fatihland.de/

Otti & Die Heimatlosen

04. Dez

Otti & Die Heimatlosen

"Wandogo Filosofi"

So, 19.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 27,10 € / AK 29 € (nummeriert)

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Wenn die Festplatte den Zugriff verweigert oder die Meta-Ebene in Frage gestellt wird oder wenn wir eine furchtbare Angst verspüren vorm Daheimbleiben, was ist das? Wir nennen es Wandogofilosofie, eine Phänomen der Geisteswissenschaft.

Für das gleichnamige Programm von Ottfried Fischer, haben namhafte Komponisten wie Hummel, Baumann, Knabel, Thalhbauer oder Rich Laughlin  schon unendlich viele Melodien komponiert. 

Die Texte bestehen aus wahrhaft Gedichtetem und gedichtetem Wahren, manchmal ernsthaft, manchmal lustig, eine Labsal des Nachdenkens bestehend aus Ottfried Fischers Gedichten seines grenzenlosen Lebens. Vergessen Sie Volkshochschule und Management-Trainings -  wir operetten die Welt.

Es klingt geheimnisvoll - die Wandogofilosofie, dargeboten von Ottfried Fischer und den Heimatlosen, einer spektakulären Band, die alles auf der Welt spielen könnte, aber sich weigert, es zu tun. So geht es in diesem Programm um einen auf einer Insel gestrandeten Dirigenten und seine vier Musiker. Die Musiker haben ihre Instrumente gerettet und meutern, indem sie sich weigern,  Operette zu spielen. Der Dirigent seinerseits hat 200 Libretti der beliebtesten Operetten seit Bestehen retten können. Das führt zu Konflikten und lässt alle übersehen, dass die Existenz unserer Helden nachhaltig bedroht ist,  es nicht mehr lange weitergeht. Unsere vier Musiker und der Dirigent, die sich auf ein Floß retten konnten, stellen fest, dass der Weltuntergang noch zu erwarten ist und beschließen, der Geschichte folgend, den Tanz auf dem Vulkan zu wagen und das gibt ein sagenhaftes Programm aus den Kompositionen von Hummel, Baumann, Knabel, Thalhbauer und Rich Laughlin, das mit der Erkenntnis endet – „not only fat men dancing“, mit anrührenden bis aufrüttelnden Gedichten, Lesungen, Sketches aus der Feder von Ottfried Fischer und der Einsicht, dass ein Floß nur so lange hält, solange die Stricke zusammenzuhalten. Dieses Programm, mit dem großangelegten Plan ungeschoren davon zu kommen, heißt: „Wir operetten die Welt.“ Was letztlich nur möglich scheint mit der Erweiterung des Horizonts -  „verlass die Heimat um sie zu verstehen, aber sei auch bereit und verrückt genug, notfalls noch einmal zu gehen“. Und dabei wirst du merken: „Nicht nur dein schwimmender Untersatz ist ein Floß, die ganze Welt bis hin zum Festland, alles nur Floß mit eigentlich gut erkennbarem Verfallsdatum.“ Ein Programm zum Weinen und Lachen über die Schönheit des Lebens, die sich in der Lebensfreude eines Ottis-Dance äußert.

http://www.ottfried-fischer.de/

Bluegrass Jamboree!

08. Dez

Bluegrass Jamboree!

Festival of Bluegrass and Americana Music 2016

Do, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 21,90 € / AK 23 €

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Die Idee, bunte und oft noch wenig bekannte Facetten der Bluegrass-, Folk-Roots- und Americana Music in einem regelmäßigen, hochkarätigen abendfüllenden Programm darzustellen, hat hierzulande voll eingeschlagen.

Deshalb wird traditionell im November-Dezember die mittlerweile achte Auflage des „Bluegrass Jamboree! – Festival of Bluegrass and Americana Music“ mit neuen Künstlern im schon legendären "Banjo-Bus“ das Land bereisen. Große Begeisterung und „standing ovations“ prägten die ersten sieben Tourneen dieses in Europa einmaligen Bluegrass-Konzeptes, das jährlich über 5000 Zuschauer begeistert und mit weiter steigenden Zahlen glänzt.
Die Medienbeachtung ist enorm: Highlights waren die Live-Präsentationen des Festivals in Rundfunkprogrammen wie dem WDR und Deutschlandradio Kultur, weltweite vierstündige Live-Übertragungen per Internet und viele begeisterte Kritiken in relevanten Feuilletons. Die European Bluegrass Music Association hat Tourneeorganisator Rainer Zellner übrigens kürzlich als „Personality of the Year“ für seine Verdienste um die Bluegrass Musik ausgezeichnet.

Nicht zu vergessen dabei die unzähligen euphorischen Kommentare der Besucher - viele davon sind aus Neugier gekommen und gleich zu echten Fans geworden. Kein Wunder, kann man doch beim bestens unterhaltenden Jamboree neben etablierten auch kommende Künstler der Szene und auch schon mal die Grammy-Stars von morgen zum ersten Mal hierzulande hautnah erleben (etwa 2009 die Steep Canyon Rangers, 2011 Della Mae). Die große Faszination für Bluegrass geht sicher auch von der umwerfenden Live Energie der Musiker aus, von der Interaktion mit dem Publikum und der handgemachten Musik. Ein Jamboree ist ein Ereignis wie aus der Urzeit der Menschen: zusammen sein, singen, tanzen, lachen, trinken und Geschichten erzählen. Publikum und Musiker inspirieren sich dabei gegenseitig, die Magie erlebt am stärksten wer wirklich Teil dieser besonderen Interaktion ist. Zum Schluss der Show kommen noch einmal alle Musiker auf die Bühne und bedanken sich in gemeinsamer Session vor und mit dem Publikum. 

www.bluegrassjamboree.de

Klangwelten 2016

16. Dez

Klangwelten 2016

Weltmusikfestival - "30 years of excellence"

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 24,20 € /AK 25 €

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Im Jubiläumsjahr gönnt sich das KLANGWELTEN Festival einen Rückblick auf die beliebtesten MusikerInnen der letzten Jahre, von denen viele zu Leuchttürmen der Weltmusik wurden. Karawanenführer Rüdiger Oppermann führ beschwingt, humorvoll und kenntnisreich durch das Programm.

TATA DINDIN

Ein Klangwelten-Star aus Afrika.

Der Spross der legendären Konte/Jobarteh-Familie aus Gambia tritt souverän in die Fußstapfen seines Großvaters Hadji Bai Konte und seines Vaters Malamini Jobarteh, die seine Lehrer waren. Er hat der Kora-Musik seines Landes einen neuen Kick gegeben. In Gambia ist er ein Star der Jugend, hochvirtuos und experimentierfreudig. In Europa hat er einer Vielzahl von Projekten seinen Stempel aufgedrückt, seine Anpassungsfähigkeit und seine starke solistische Bühnenpräsenz gezeigt. Er spielte als Solist, als Duopartner (von Rüdiger Oppermann und Hans Lüdemann), als Bandleader (Salaam Band), als Musiker in Tanztheaterproduktionen (Rigolo) und in André Hellers Afrika!Afrika!-Spektakel. Tata kam zum ersten Mal 1994 durch R. Oppermann zum Internationalen Harfenfestival nach Deutschland. Seitdem ist er eine Art Musikalischer Botschafter Gambias geworden, in der Nachfolge seines Vaters.

KATAJAQ DUO  (Cynthia Pitsiulak / Annie Aningmiuq)

Viel umjubelt war dieses Inuit-Duo aus Kanadas Norden schon zwei mal bei Klangwelten. Der archaische Kehlkopfgesang KATAJAQ hat immer unser Publikum verzaubert: Zwei Frauen stehen sich gegenüber, fassen sich bei den Schultern, beginnen sich zu wiegen, und dann entsteht ein Klang, den man nicht orten oder erklären kann: Sie singen ineinander verschlungene Töne, wir hören Keucher, Wölfe heulen, Eisbären fauchen, Vögel, Geisterstimmen... eine uralte schamanistische Stimmtradition, mit der die Frauen in Kontakt mit der Tier- und Geisterwelt treten Es ist ein keuchender, gutturaler Wechselgesang. Die Lippen bleiben fast bewegungslos. Kanonartig sind die Keucher, Hickser und Melodietöne ineinander verschlungen, ergeben erst in der Kombination den verborgenen Sinn, eine Kunst die man nur zu zweit ausüben kann. Melodielinien entstehen als Produkt der abwechselnd hoch/tief singenden Einzelstimmen. Oftmals geht der Wechselgesang  wie einer Art Wettbewerb so lange, bis eine der Sängerinnen zu Lachen anfängt. Die Worte haben nicht notwendigerweise einen “Sinn”, manchmal sind sie eher Teil eines Rätsels.  Rätselhaft auch die Entstehungsgeschichte dieser Gesangstechnik, hören wir was die Inuit selbst dazu zu sagen haben: “Die Vögel haben uns das Tanzen und Singen beigebracht, wir singen in der Balzhaltung der Wildgänse. Katajaq ist die Sprache der TUNNITUARIT, kleiner Erdgeister, die in verlassenen Iglus leben. Sie können sich auch unter der Erde und im Schnee vorwärtsbewegen, denn sie haben magische Kräfte. Eines Tages entdeckte Tamurasijaaluk und seine Frau Iqaluk eine Gruppe dieser Geister. Sie hatten keine Arme, keine Körper, nur zwei Beine mit drei Zehen, die Backen trugen die Brüste. Als sie entdeckt wurden, verschwanden sie durch die Wand des Iglu. Von aussen belauschten die Menschen ihre Sprache- die Katajaq- Gesänge. So lernten sie diese Kunst.”

Heute leben die Inuit nicht mehr wie ihre Vorväter. Seit vierzig Jahren sind sie zerrissen zwischen Moderne und Eiszeit, zwischen Büchsenessen und Robbenjagd, zwischen TV und Geschichtenerzähler, zwischen karger autarker Lebensweise und Sozialhilfe-gestützter Langeweile, zwischen Schlittenhund und Motorschlitten.  Die Ausübung der traditionellen Tänze und Gesänge, und insbesondere der Katajaq-Gesang, sind wichtig um die kulturelle Identität eines Volkes zu erhalten, das auch von rücksichtsloser Naturausbeutung, Klimawechsel und Entfremdung bedroht ist. Katajaq ist eigentlich keine Konzertmusik, wird aber gerne als musikalisches Aushängeschild der Inuit-Kultur verwendet.

Eine neue Generation von Frauen lernt jetzt von den Alten Damen wie Mary Iqaluk und Nelly Echaluq, die 1990 bei uns waren. So auch Cynthia Pitsiulak und Annie Anningmiuq, die uns schon 2005 erstaunten, die uns vom Ältestenrat in Nunavik (Hudson Bay) geschickt wurden, und dieses Jahr wiederkommen. Die Kulturvermittlung haben sie mittlerweile in Ottawa studiert. Sie treffen sich auch mit anderen arktischen Künstlerinnen, in Grönland, Sibirien, Island und Alaska. Nun gibt es einen kulturellen Austausch. Wir glauben, daß diese Tradition überlebt, und wir tragen dazu bei. Erstaunlich ist eher daß, bedenkt man die Beliebtheit dieser Sängerinnen bei KlangWelten, niemand anders sie jemals nach Deutschland geholt hat. 

JATINDER THAKUR  

Dass Jatinder Thakur ein exzellenter Begleiter ist, hat sich über viele Jahre bestätigt. Und: Seine Soli gehören seit über 30 Jahren zu den Höhepunkten der KlangWelten-Konzerte. Mehrere Sequenzen hören wir erst in der Trommelsprache Taketina und dann als Trommelmusik. Die Finger fliegen. 

Trotz aller Cross-Over-Projekte hat er seinen klassischen glasklaren Spielstil nie verwässert, gespickt mit rhythmischer Finesse, wirbelwind-schneller rechter Hand, und extrem kräftiger Linke, mit der er auch gerne ganze Basslinien spielt.

Der  im Himalaya lebende Meister gilt als einer der besten indischen Tabla-Spieler in Europa. Er hat sich nicht nur in der traditionellen Rolle als Begleiter hochrangiger indischer Solisten einen Namen gemacht, sondern auch im Jazz/WorldMusik-Bereich an vielen bedeutenden Projekten mitgearbeitet. Außerdem ist er ein beliebter Lehrer, und unter seinen Musikerkollegen hoch geschätzt als besonders warmherziger, bescheidener und integrer Mensch.

Er stammt aus Mandi, einer Stadt im Kulu-Valley, im nordindischen Himalaya-Staat Himachal Pradesh. Seine erste musikalische Ausbildung erhielt er von seinem Vater, dem Musikprofessor Shyam Lal Thakur. Schon im Alter von 15 Jahren erhielt er das Bachelor of Arts Diplom („Sangeet Prabhaker“) und gewann mehrere nationale Wettbewerbe. Später wurde ihm auch das Master of Arts Diplom (M.A.) in Chandigarh verliehen.

1979 übersiedelte er nach Europa. Als Höhepunkt seiner „klassischen“ Ausbildung wurde er 1984 vom legendären Ustad Alla Rakha Khan als Meisterschüler akzeptiert, dem Tablavirtuosen an der Seite Ravi Shankars. In Basel unterrichtet er seit 1985 am Ali Akbar College of Music, einem Institut der Musikhochschule für Klassische Indische Musik .

Viele bedeutende indische Musiker wurden schon auf ihren Konzertreisen durch Europa von Jatinder Thakur begleitet, darunter die verehrte „Grand Dame“ des Gesangs, Lakshmi Shankar, der Flötenvirtuose G.S. Sachdev, der Santurspieler Nandu Muley, und der Sitarspieler Krishna Bhatt. Mit Sachdev war er schon beim ersten KlangWelten-Festival 1987 zu hören.

Europaweit bekannt wurde er aber mit Musikern aus anderen Musikbereichen, vor allem mit Rüdiger Oppermann seit 1982, später auch bei Projekten z.B. mit Dhafer Youssuf, Free Winds, Timna Brauer, Renaud Garcia-Fons, Carlo Rizzo, etc. Bei einer Rückkehr nach Indien zu Jazz-Festivals in New Delhi (1998), Bombay und Sri Lanka (1999) feierte er Triumpfe.

Tablarhythmen werden nicht in Notenschrift festgehalten, sondern in der speziellen, jahrhundertealten Trommelsprache TAKETINNA memoriert. Ihre jetzige Form und Spieltechnik wurde in der Moghul-Zeit entwickelt (16. Jahrhundert), als sich kulturelle Einflüsse aus Persien, Altindien und Zentralasien gegenseitig zu einer neuen kulturellen Blüte befruchteten. 

Indische Rhythmen, TALAS, folgen nicht einer Einteilung in Takte, sondern sind längere Sequenzen, die in verschiedene Untergruppen mathematisch aufgeteilt werden. Oft folgt die Trommelmelodie auch den Akzenten der Hauptmelodie, oder bei gesungenen Stü­cken auch dem Sprachrhythmus. Da bei jeder Änderung der Trommelmelodie die Sequenz länger wird, bis sie wieder an den Anfang zurückkehrt, dauert es manchmal sehr lange bis er wieder auf „Eins“ landet, ein Moment, der bei Kennern der indischen Musik mit lautem Aufatmen, Beifallsbekundungen, Rufen und Zwischenapplaus bedacht wird... Chapeau, Jatinder! 

ENKH JARGAL

Enkh Jargal Dandarvaanchig (Epi) gehört zum innersten Kreis der Klangwelten und hat sich zu einem der besten Pferdegeigen-Virtuosen, hervorragenden Sänger, Improvisator (und zum ersten mongolischen Rapper) entwickelt. Im Creole-Wettbewerb 07 erhielt er einen Sonderpreis. Er spielt die alten Melodien der Hofmusik („Langgesang“) aber auch Volksmusik der Steppenreiter im Galopp-Rhythmus.

Epi stammt aus der Tundra der Nord-Mongolei, nahe der sibirischen Grenze (Altanbulag). Er wurde schon als Kind aus seinem Dorf in die Hauptstadt Ulan Baator geschickt, weil man seine ungewöhnliche musikalische Begabung erkannte. Dort erlernte er zuerst im Musikinternat  und später an der staatlichen Musikhochschule das Nationalinstrument der Mongolei, die Morin Khoor (bei Prof. G. Jamjan). Nebenbei begann er zu singen. Mit dem nationalen Folklore-Ensemble reiste er durch das Land, spielte auf Dorfplätzen, in Gemeindehäusern oder einfach mitten in der Steppe für die Nomanden. Durch seinen familiären Hintergrund (Epis Vater zog sich in die Taiga zurück, um Pferde zu züchten, ein Teil der Familie lebt wieder in Yurten) ist Epi eng verwurzelt mit dem traditionellen und nomadischen Lebensgefühl seines Volkes.

Als musikalischer Leiter der Gruppe Altai Orgil kam er 1995 nach Europa, wo er sofort in der Musikszene Aufmerksamkeit erregte. Er spielte 9 Jahre im Projekt KARAWANE. Beim Schweizer Tanz-Theater RIGOLO lieferte er die Live-Musik für 198 Aufführungen von SANDDORN und  für 48 Aufführungen (2004) von …same water (Titel 7). Er konzertiert in Deutschland, aber auch im europäischen Ausland, z.B. 6 Monate bei der Schweizer Expo 02 , in Frankreich z.B. im Theatre National in Paris, und den USA. Heute  zeigt er sich auch gerne von der jazzigen Seite und vervollkommnet seine Fähigkeiten zu improvisieren im Cross-over-Bereich zwischen Jazz, Ethno und Avantgarde. Sogar den Mongolischen Rap hat er entwickelt! Mit seiner eigenen Interpretation mongolischer Volksmusik schreitet er inzwischen auch auf Solopfaden, seine CD „Hoirr Öngö“ ist dafür ein gutes, vielgelobtes Beispiel. Seine Band Violons Barbares feiert Triumphe.

Der Kehlkopfgesang Kharkhira gilt in der Mongolei als ganz normale Art zu singen. Hierbei werden durch Pressen des Kehlkopfes die Stimmbänder eine Oktave nach unten transponiert. Diese Gesangstechnik wurde im schamanistischen und buddhistischen Ritual perfektioniert, um den magischen Worten mehr Kraft zu verleihen. Die Melodien sind pentatonisch. Wichtig sind die Verzierungen, im mongolischen sagt man „Muster weben“. Der Obertongesang Xöömi hat in der Mongolei seinen Ursprung. Diese Gesangstechnik stellt höchste Anforderungen an die Sänger. Er muss sehr starken Pressdruck ausüben, und das Zusammenspiel von Stimmbandmuskeln, Zwerchfell, Rachen- und Zungenbewegungen perfekt beherrschen. So erklingt plötzlich über einem lange gehaltenen Grundton eine glasklare, flötenartige Melodiestimme. 

Die Pferdekopfgeige MORIN KHOOR  ist das Nationalinstrument der Mongolei. Sie ist fest verbunden mit der Nomadenkultur und man kann sie auch in abgelegensten Steppengegenden in den Gers (Yurten/Zelten) hören.  Auch in der klassischen Hofmusik, die bis in die Zeit Dschingis-Khans zurückgeht, spielt die Morin Khoor eine wichtige Rolle. Anders als bei europäischen Streich­instrumenten werden die Saiten mit der linken Hand nicht von oben, sondern von der Seite her gegriffen.

Das Pferd ist der zentrale Lebensinhalt der Nomaden. Auch die traditionelle Musik galoppiert normalerweise im Pferderhythmus. Nicht nur der Kopf des Instrumentes ist als Pferdekopf geschnitzt, auch die Bogenhaare stammen vom Pferdeschwanz, ja sogar die zwei Saiten, die Bündel von Pferdehaaren sind. 

Mohsen Teher Sadeh / Maryam Hatef
Die neueste Klangwelten-Entdeckung (initiiert vom Tamburi-Mundi-Festival) rundet den Sound des Festivals ab und erzeugt eine neue, bisher noch kaum gehörte Facette der Weltmusik. Meistertrommler Mohsen Teher Sadeh, geboren 1981, ist ein absoluter Meistertrommler der alten iranischen Daf (Trommel-)-Schule. Er spielt seit 1996 in vielzähligen Ensembles und ist auch ein  mitreißender Sänger und Tanbur (Laute)-Spieler. Er spielte u.a. mit Glen Velez, Murat Coskun, Andrea Piccioni, Ramesh Shotam, Noreum Machi und Rüdiger Oppermann. Immer wieder kehrt er in seine Heimatstadt Isfahan zurück, wo er auch ein bedeutender Lehrer ist. Die Musik ist Sufi-inspiriert. Seine Frau, Marayam Hatef, geboren 1983, startete ihre Percussion-Karriere 1999. Sie ist die erste Frau, die Daf in einem iranischen Orchester spielt. Eine beeindruckende und virtuose Persönlichkeit, die alte Tradition mit modernem Leben verbindet. Das Paar reist als musikalische Botschafter der alt-iranischen Kultur um die Welt.

Rüdiger Oppermann

Der deutsche Harfenmeister, Erneuerer des Harfenspiels und internationaler Botschafter der Weltmusik überschreitet seit 40 Jahren erfolgreich die stilistischen Grenzen und hebt den Horizont der Keltischen Harfe auf ein neues Niveau. Er verbindet altirische Bardentechnik mit Ideen der asiatischen und afrikanischen Musik, mit Blues, Minimal Music, Groove, Experimenteller Musik und Jazz.  

Auf jahrelangen Reisen durch Afrika und Asien hat er intensiv die Musik vieler Völker erlernt und ihr Leben mitgelebt. Auf seinen Harfenstil hat das deutlich abgefärbt. Anders als üblich, beschäftigt sich seine Musik weniger mit der Interpretation der vorhandenen Harfenliteratur, sondern mit genauer, intensiver, solistischer  Tonformung, groovigen Rhythmen, ausgefallenen Arrangements und neuen Klängen. Der Harfentüftler und „KlangWelten“-Erfinder ist einer der Drahtzieher der deutschen Harfenszene, welt-reisender Promoter der Harfe, Gründer und Ehrenpräsident der Harfenistenvereinigung „Freundeskreis Harfe“, Preisträger  und Juror mehrerer internationaler Wettbewerbe. Auf 56 veröffentlichten Tonträgern und in über 2000 Konzerten rund um den Globus hat er Maßstäbe gesetzt für Virtuosität, Schönheit des Harfenklangs und Mut zum Experiment.

Auf seinen ausgedehnten  Reisen auf den Spuren der Harfe rund um den Globus hat er – neben einem Schatz an Fotodokumentationen und Feldaufnahmen – auch Europas größte Privatsammlung ethnischer Harfen zusammengetragen.

Als Harfenist ist R. Oppermann Autodidakt, denn es gab 1973, als er die Keltische Harfe entdeckte, in Deutschland weder Unterricht noch Instrumente zu kaufen. Er erhielt als Kind „klassischen“ Unterricht (Klavier/Cello). Dazu verschaffte er sich einen Ausgleich als improvisierender Blueser, später als fahrender Straßenmusikant. Fünfzehn Jahre lang präsentierte er die verschiedenen Stilrichtungen auf unterschiedlichen Instrumenten (afrikanische Musik auf afrikanischen Instrumenten, Improvisationen auf dem Klavier, Straßenmusik mit Drehleier, Irische Musik mit der Harfe). Nach dieser „Lehrzeit“ begann er, nun als ausgereifter Harfensolist, Improvisator und Komponist, die weit auseinander liegenden Welten von improvisierter, durchstrukturierter und ethnischer Musik zu verbinden. Er entwickelte für die Harfe eine spezielle Spiel- und Kompositionstechnik (Ziehmechanik), und begann, mit Musikern aus aller Herren Länder zusammenzuspielen. Er erhielt den German World Music Award 2006, und 2014 das Bundesverdienstkreuz.

Mit der Organisation des KlangWelten-Festivals ist er die Hälfte des Jahres beschäftigt. Soll ich über mich selbst schreiben? Ich denke, eher nicht. Ist doch schon so viel geschrieben worden, und auch überall nachzulesen, z. B. auf meiner Website.  KlangWelten ist für mich eine gute Gelegenheit, immer wieder etwas neues dazuzulernen und tiefer ins Innerste der Musik einzudringen. Wer einmal durch die staubige Steppe und auf schlammigen Lehmstraßen das Dorf eines Musikers gesucht hat, lernt den musikalischen Bordun seines Lebens schon besser kennen. Immer bin ich als Musiker gastlich empfangen worden, so auch bei Oganga, den ich im April gesucht (und gefunden) habe. Ich hatte eine längere Afrikareise mit dem Kameramann/Produzenten Hendrik John unternommen, der derzeit an einer Dokumentation über mich arbeitet. Wir waren auch in abgelegensten Dörfern in Tanzania und Uganda, z. B. bei den Wagogo-Queens zuhause, zu Fuß, mit dem Fahrradtaxi, auf dem Motorrad zu dritt mit Gepäck, oder zu zwanzigst im 9-Sitzer-Minibus. bei Ekoka an der Sudan-Grenze, bei den rasenden Erdxylophonspielern der Busoga und bei den Musikern an der Kongo-Grenze, die schon mal bei Klangwelten in Deutschland waren. Ost/Zentralafrika ist mir immer wieder ein anstrengendes, aber wunderbares Vergnügen. Das Leben groovt dort einfach, und die Leier- und sonstige Musik ist Ausdruck davon. 

Mein Motto bleibt: Wach bleiben! Und der Utopie auf die Beine helfen. 

Karibu! Gute Reise! Es geht weiter. Danke, dass Sie mir auf meiner Weltmusik-Gedankenwanderung bis hier gefolgt sind. 

http://www.klangwelten.com/