Bernd Stelter

13. Sep

Bernd Stelter

"Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende!" Tour 2019

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 31,90 € / AK 33 €

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Ein Jubiläum muss man entsprechend feiern: Zur Eröffnung unseres 15. Rother Kabarettherbstes gastiert erstmalig der bekannte Komiker und Schauspieler Bernd Stelter in der Kulturfabrik. Wir freuen uns sehr auf unseren "Neuzugang".

Sie kennen das. Montag morgen. Man steigt in den Wagen und schaltet das Radio an. Spätestens nach dem dritten Lied brüllt der Radiomann aus den Boxen: „Jaa Freunde, Montag, das ist natürlich nicht unser Tag! Aber macht euch keine Sorgen! Nur noch fünf Tage, dann haben wir wieder Wochenende.“ Hää?! Hat der nicht alle Tassen im Schrank? Wenn der keine Lust hat, Radiomoderator zu sein, dann kann er ja Frisör werden, die haben Montags frei.“
„Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende!“ heißt das neue Programm von Bernd Stelter. Ein Programm für alle, die über Montage mosern, über Dienstage diskutieren, die Mittwoche mies und Donnerstage doof finden. Warum soll man denn bitte sehr viereinhalb Tage pro Woche verschenken, damit endlich wieder Wochenende ist. „Und was machst du am Wochenende?“ – „Party!“ Es geht um Work-Life-Balance. Was für ein Wortungetüm. Und was für ein Blödsinn. Wenn Deine Arbeit nicht zu deinem Leben gehört, dann hast du wirklich verloren. Nein, wir müssen schon jeden Tag genießen. Und warum können das die Dänen besser als wir, und die Schweden und die Schweizer auch. Das müssen wir direkt ändern. Aber wie?
Also erstmal ist ab Montag Wochenende, und wir fangen bei uns selber an. Wir sind jetzt mal zufriedener. Wie man das lernt? Wie lernt man Fahrrad fahren? Man fährt einfach los. Und bloß nicht auf die anderen warten. Du musst dir dein Konfetti schon selbst ins Leben pusten.
„Hurra, ab Montag ist wieder Wochenende!“ heißt das neue Programm von Bernd Stelter. Übrigens: auch an Montagen finden Aufführungen statt, obwohl Herr Stelter da Wochenende hat.

http://www.bernd-stelter.de/

Lisa Fitz

18. Sep

Lisa Fitz

"Flüsterwitz" 15. Rother Kabarettherbst

Mi, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 26 € / AK 27 €

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Den Flüsterwitz erzählt man hinter vorgehaltener Hand. Er könnte Menschen in Hörweite beleidigen, sensible Damenohren kränken oder so wahr sein, dass er Machthabern gefährlich wird. Eigentlich ist der Flüsterwitz ein politischer Witz.

Wenn man mit einem autoritären System haderte oder Repressalien befürchtete, erzählte man sich Flüsterwitze. Sind wir in unserer demokratischen Diktatur der Parteien so weit? Wer nicht in die politische Stromlinienform passt, wird gern für verrückt erklärt oder mit subtilen Methoden mundtot gemacht. Nun lebt ja der Spaßmacher von Respektlosigkeit, aber die Luft wird dünn, weil Spott eben das beste Mittel ist, an den Stühlen der Obrigkeit zu sägen. Dafür tobt der Infokrieg im Netz,politisch inkorrekt, unsauber, paranoid. Mainstream gegen Fake News, Trolls, aber auch echte Raritäten, die man im Fernsehen nie hört. „Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist“, hat der bayrische Komiker Karl Valentin gesagt. Das mulmige Gefühl wächst, dass man sich nicht mehr ganz frei äußern kann. „Des derfst ja net laut sagen“, hört man oft. Lautsagen ist aber wichtig – ma muaß reden mitanand, Gemunkel aus dem Dunkeln ins Licht heben, so geht Diskussionskultur. In Bayern, bei den Katholiken, bei den Moslems, bei der Auto-Lobby und deren Helfershelfern. In Facebook und Twitter jedoch verschwinden systemkritische Bemerkungen auf mysteriöse Weise, Accounts werden gesperrt oder gelöscht. Political Correctness wird zu Meinungsdiktatur, Gesinnungspolizei bevormundet die Bürger, die kontern mit Panikmache. Empörialismus entgeistert die Republik.

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst, heißt es so schön.

 

Foto: Dominic Reichenbach

Martin Frank - Senkrechtstarter Bayerischer Kabarettpreis

21. Sep

Martin Frank - Senkrechtstarter Bayerischer Kabarettpreis

"Es kommt wie's kommt" - 15. Rother Kabarettherbst

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 22,70 € / AK 24 €

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Der Bayerische Rundfunk bezeichnet den in Niederbayern aufgewachsenen Martin Frank als „unbandige Rampensau“, die Süddeutsche Zeitung als „großes Nachwuchstalent“. Kein Wunder, dass Monika Gruber ihn seit 2015 regelmäßig als „Zivi“ zur Verstärkung mit auf die Bühne holt.

Aber er kann’s auch ganz allein: Bühne, Mikrofon, eine ausgebildete Stimme, eine große Leidenschaft für klassische Musik, mehr braucht der in Niederbayern geborene Komiker nicht um seine Zuschauer köstlich zu unterhalten. Also ein bisschen Publikum wäre schon auch noch schön. „Es kommt dann eh wie’s kommt und was nicht kommt, braucht’s auch nicht!“, meint Martin und los geht’s, mitten aus dem Leben gegriffen, ein bisschen autobiografisch mit kritischem Blick auf die derzeitige Gesellschaft. Da hat sich der junge Martin schon so manches Mal überlegt, ob er sich ohne Bachelor überhaupt noch auf die Straße trauen darf? Und wie geht so eine Karriere dann weiter, wenn man schleimtechnisch nicht mit Schnecken mithalten kann? „Wurscht sei dir nichts; egal doch vieles.“ Dieser Satz aus einem Glückskeks hat ihm schon oft den Tag

gerettet und diesen will er auch seinen Gästen mit auf den Weg geben. Auch andere philosophische Fragen wie: Ist anonymes Wohnen Fluch oder Segen? werden an diesem Abend beleuchtet.

www.martinfrank-kabarett.de

Stephan Zinner

27. Sep

Stephan Zinner

"Raritäten" - 15. Rother Kabarettherbst

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 20,50 € / AK 22 €

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Wenn er nicht grad Ministerpräsident ist, dann ist er einer der beliebtesten bayerischen Kabarettisten. Der Nockherberg-Söder fragt sich in seinem neuen Solo, ob früher doch nicht alles besser war.

Ganz nah am Ende der Welt, In einem kleinen Hotel in Ostfriesland, entstand das fünfte Kabarettprogramm von Stephan Zinner. Gezeichnet von den Erfahrungen der vorhergehenden Tage mit wilden Begegnungen mit jammernden, deutschen Rentnergruppen in karierten Dreiviertelhosen aus denen Steckerlhaxen mit Trekkingsandalen herausschauten, aus denen wiederum Zehen mit ungeschnittenen Fußnägeln herauslugten und dem versehentlichen Genuss eines Getränks Namens „Jever Fun“ während des WM-Vorrundenspiels Deutschland gegen Mexik, schwante dem 1974 im oberbayerischen Trostberg geboren Wahlmünchner etwas: Die Zeiten ändern sich. Wo sind all die Bienen hin? Wo verstecken sich die guten Schiebertänzer? War früher alles besser? Auf gar keinen Fall – lautet die Antwort. Doch ein paar Dinge vermisst er dann schon, der Chiemgauer Zinner... und mit diesem Programm macht er sich auf die Suche nach Seltenem, Wertvollem, Liebgewonnenem. Dabei streift er natürlich auch ganz aktuelle Themen wie die gute Münchner Luft, das Psychiatriegesetz und „dass es mit dem Söder schon oft ein Kreuz ist“. Vom Genre her bewegen wir uns im Musikkabarett, das heißt mit Liedern muss gerechnet werden. Ein Begleitmusiker ist während des gesamten Abends zugegen. Eine gewisse Dialektfestigkeit schadet dem Zuschauer zudem nicht, da er so die volle Breite und Tiefe des Programms miterleben kann. 

www.zinnermusic.de

Günter Grünwald

28. Sep

Günter Grünwald

"Definitiv vielleicht"

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK 26 € / AK 27 € / erm. 20 €

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Nachdem Günter Grünwald von einem Freund auf dessen Geburtstagseinladung hin folgende Antwort erhielt, hatte er den Titel für sein neues Kabarettprogramm in der Tasche: „Mensch Günter, vielen Dank für die Einladung, ich komme definitiv vielleicht.“

Aber lassen wir Günter Grünwald selbst sprechen: „Ich denke, der Titel drückt den momentanen Zeitgeist des „sowohl als auch“, des „sich alle Optionen offen halten“, des „Warum soll ich einen Arzttermin absagen, die merken ja wenn ich nicht komme“ auf das Vortrefflichste aus. Deswegen haue ich mir selbst mit der Pranke auf die Schulter und sage: „Grünwald, gut gemacht, wieder mal den besten aller möglichen Titel gefunden.“ Es heißt zwar Eigenlob stinkt, aber das tut ein Pups ja auch und trotzdem ist er manchmal notwendig.“ 

Mit kauzigen Einfällen, abgedrehten Ideen, Selbstironie und Witz nimmt er sein Publikum wieder mit auf eine Reise durch den Alltag, erzählt aus seinem unvergleichlichen Blickwinkel heraus und entwickelt die Geschichten weiter bis hin zur skurrilen Schlussfolgerung. 

 

Foto: Reinhold Dorn

https://www.guenter-gruenwald.de/