Soirée Open Air

11. Sep

Soirée Open Air

Chakana "Farben Lateinamerikas

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik-Garten

Solange das Wetter mitspielt, findet das Soirée-Konzert von Chakana im Kulturfabrik-Garten statt. Bei diesem Programm mit lateinamerikanischen Rhythmen ist dies perfekt. Falls es regnen sollte, ist für die stimmungsvolle Musik der Kulturfabrik-Saal ebenfalls groß genug zum Ausweichen.

Chakana ist ein Symbol aus den Anden. Es stellt die vier Jahreszeiten, die vier Elemente der Natur und die vier Himmelsrichtungen in einer perfekten Symmetrie dar. Die Sänger und die Musiker Monica, Facundo, Fidel und Renato, aus vier unterschiedlichen Ländern, treffen - vereint durch eine Sprache - mit all ihrer musikalischen Erfahrung aufeinander. Mit Gesang, Gitarre, Geige, Flöte und verschiendenen Schlagwerken präsentieren sei eigene Kompositionen und Stücke berühmter lateinamerikanischer Künstler. Lateinamerikanische Folklore trifft dabei auf tanzbare Elemente wie Cumbia, Chacarena auf Boleros mit teils gesellschaftskritischen Texten.

Alle vier können auf eine lange Musikkarriere zurückgreifen. Nach ihrer professionellen Ausbildung haben sie in mehreren Ensembles und Orchestern gespielt. Ihre Wege haben sich in der Hochschule für Musik in Nürnberg gekreuzt. Ein Ort, an dem sie sich nicht nur weitergebildet haben, sondern vor allem den Entschluss fassten, die Lebensfreude Lateinamerikas mit ihrer Musik nach Deutschland zu bringen.

Fidel Zaldumbide, der neue Dozent an der Orchesterschule Roth, bringt dazu den richtigen Rhythmus: Ein wenig das Repertoire der lateinamerikanischen Percussion auf der Welt zu verbreiten und diese damit zu bereichern, das gefällt dem ecuadorianischen Schlagzeuger. Fidels Karriere begann schon im frühem Alter auf dem Conservatorio Superior Nacional de Música del Ecuador, wo er sein Bachelor als Técnico Musical y tegnólogo Musical erfolgreich abschließen konnte. 2015 erhielt er von der Univerisdad Católica del Ecuador sein Diplom in Erziehungswissenschaften. Als Mitglied der Sinfonieorchester der ecuadorianischen Hauptstadt Quito (die höchstgelegene Hauptstadt der Welt!) trat er mehrmals als Solist auf. Mit zahlreichen Konzert in und außerhalb Ecuadors wie mit dem Ensamble de Percusión Tushpar erweiterte Fidel seine Repertoires für die symphonische Perkussion. 2013 bekam er ein Stipendium für das „Yamaha Sounds of Sommer Camp“ der University of Central Florida. Dort erhielt er individuellen Unterricht von Jeff Moore, Ney Rosuaro, Kirk Gay und Thad Anderson, der ihn musikalisch sehr bereicherte. Bei der „Italy Percussive Arts Society“ gewann Fidel den zweiten Platz als Vibraphonist. Dort wurde zum ersten Mal in Europa „Dony’s Dog“ als Solostück auf dem Vibraphon interpretiert. Gerade hat er seinen Master an der Hochschule für Musik Nürnberg bei Professor Radek Szarek gemacht, komponierte bereits mehrere Perkussionstücke mit pädagogischen Hintergrund und ist seit einiger Zeit Dozent der Orchesterschule Roth.