Helmut A. Binser

01. Okt

Helmut A. Binser

"Löwenzahn" - 16. Rother Kabarettherbst

Do, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK € 21,60/AK € 23/erm. € 16 Freie Sitzplatzwahl

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Er ist ein bairisches Original, ein Schlitzohr, ein Künstler zum Anfassen und auf der Bühne genauso wie bei „Kabarett aus Franken“ daheim. Und außerdem ist Helmut A. Binser 40 geworden!

Nach seiner Auffassung in der Mitte des Lebens angekommen, also gerade in seinem persönlichen Hochsommer, wenn der Löwenzahn blüht, geht der Binser weiterhin voller Tatendrang ans Werk. Ausruhen? Pustekuchen. Die Scheune im Garten ist noch nicht fertig, es sind noch nicht alle 60er-Witze erzählt und auch sein roter Mercedes aus den 80ern hat die Million Kilometer noch nicht erreicht. Den Benz lässt Binser im neuen Programm gegen den Tesla antreten, überwindet heldenhaft seine Flugangst, düst wagemutig über den großen Teich in die Stadt der Engel, um dann doch wieder beim heimischen Misthaufen zu landen. Quetschn und Gitarre hat er aber weiterhin dabei, wenn er seine Lieder singt und seine neuen Geschichten erzählt. Er philosophiert über die bedrohlichen Tücken antialkoholischer Getränke und die ständige Gefahr von versehentlich auf YouTube gelandeten Heimvideos. Ob das alles so stimmt, wie es uns der Binser erzählt, das wissen nur der Meister Eder und sein Pumuckl. Aber eins ist sicher: Es wird gewohnt bairisch, spitzbübisch und äußerst schwarzhumorig.

Foto: Nadine Lorenz

https://helmut-a-binser.de/

Anna Mateur & The Beuys

09. Okt

Anna Mateur & The Beuys

"Kaoshüter" - 16. Rother Kabarettherbst

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK € 26/AK € 27/erm. € 20 -- Nummerierte Sitzplätze

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Sie tanzt. Sie singt. Sie spontant. Und macht Musik mit der wohl geilsten Stimme seit Nina Hagen …!

Anna Mateur ist diese großartige, wundersame Erscheinung, die mit ihrem sagenhaften Stimmvolumen und abgrundkomischen Witz-Ernst alles in den Schatten stellt, was sich hierzulande als Groß-Kunst, Klein-Kunst, Neben- oder Zwischen-Kunst zu behaupten versucht.

Anna Mateur ist: Sonder-Kunst!

Sie enttarnt das Groteske der Normalität, das Monströse des Mittelmaßes und den Zusammenhang von Komfort und Konformismus… All das mit den Mitteln der Gebrauchskunst: Liedgut unchained. Cover. Songs.

Ein Abend, an dem die Symbiose von Gefühl und Erkenntnis für die ganz große Katharsis sorgt. Expect the unexpected. Das ist Anna Mateur!

Die Musiker an der Seite von Anna Mateur sind: Kim Efert (Gitarre), Samuel Halscheidt (Gitarre)

Das Programm hatte am 13. Februar 2020 Premiere.

Foto: © David Campesino

 

 

 

https://anna-mateur.de/

Matthias Egersdörfer

10. Okt

Matthias Egersdörfer

"Ein Ding der Unmöglichkeit" - 16. Rother Kabarettherbst

Sa, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
Karten in Kürze erhältlich

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Frankens bekanntester Grantler ist seit geraumer Zeit auch Deutschlands bekanntester Schatz. Im Franken-Tatort spielt Egersdörfer den Spusi-Leiter Michael Schatz mit für fränkische Verhältnisse erträgtlicher Laune. Auf der Bühne aber ist und bleibt er der wütende Misanthrop.

Es heißt, er sei nicht einfach nur der Grantler unter den Kabarettisten, er ist der absolut schlechtestgelaunte Kabarettist überhaupt. Der Mann hat zu nichts und zu niemandem ein normales Verhältnis. Er ist dann wohl der fränkische John Belushi. Und wie dieser beherrscht Egersdörfer die Kunst der zarten Poesie, die zwischen und um und in all den Wutausbrüchen, Lethargie-Phasen und überhaupt allen Launen, die er im handfesten Fränkisch mitunter lautstark vermittelt, mitschwingt. Zu seinem neuen Programm, erzählt Egersdörfer, kam er so: „Wenn ich als Kind zwei Kugeln Eis mit Sahne, einen Hund oder beispielsweise ein Maschinengewehr haben wollte, pflegte meine Mutter immer zu sagen, dies sei ein Ding der Unmöglichkeit. Dabei erhob sie ihre Arme zum Himmel und versuchte, bestürzt zu schauen. In diesem theatralischen Augenblick wusste ich, dass jetzt nur Sturheit und Gebrüll weiterhelfen konnten, um mein Ziel zu erreichen. Vor einiger Zeit dachte ich mir: Du müsstest mal wieder ein neues Programm auf die Bühne bringen. Kaum hatte ich zu Ende gedacht, erhob ich im Zimmer die Arme zum Himmel, schaute leicht konsterniert und rief laut: ‚Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.‘ Meine Frau, die auf dem Sofa saß und gerade in den Fernseher schaute, in dem ein älterer Mann den Wert einer Kaffeekanne feststellen wollte, drehte sich zu mir um und sagte: ‚Genau diese Worte denke ich mir, wenn ich dich gelegentlich ansehe.‘ Deswegen trägt das neue Programm den Titel: ‚Ein Ding der Unmöglichkeit‘.“

Foto: Stephan Minx

https://www.egers.de/

Bruno Jonas

16. Okt

Bruno Jonas

"Mein Rede" - 16. Rother Kabarettherbst

Fr, 19.30 Uhr, Kulturfabrik
VVK € 31,90/AK € 33 - Karten in Kürze erhältlich Nummerierte Sitzplätze

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„Ein herrschaftsfreier Monolog für Fleischesser und Dieselfahrer - Vegetarier und Veganer willkommen", so der nicht unwesentliche Untertitel, mit dem der Kabarett-Oberligist sein neues Programm beschrieben hat.

„Immer, wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit sich zu besinnen.“ so Mark Twain. Doch Besinnung ist nicht angesagt. Für Innehalten und Nachdenken fehlt uns die Zeit, denn in spätestens zehn Jahren, so die Vorhersagen der Experten haben wir den Point of no return erreicht und dann wird die Erde unbewohnbar. Panik ist die angemessene Reaktion. Besser fühlt man sich deshalb bei der besinnungslosen Mehrheit aufgehoben. Die Mehrheitsmeinung bestimmt in Demokratien den Fortgang der politischen Entwicklungen. Bei sinkender Wahlbeteiligung allerdings kann eine Minderheit die Mehrheit überstimmen. Das ist normal und passiert immer wieder.
Bruno Jonas wählt in seinem neuen Programm die Form der Rede. Er lässt sich dabei gedanklich von Ambrose Bierce leiten, der gesagt hat: „Redekunst ist die Verschwörung von Sprache und Handeln, um den Verstand zu hintergehen.“ Das Angebot, um sich das Hirn vernebeln zu lassen, ist vielfältig. Wer achtet schon auf sprachmanipulative Strategien, wenn sie unterhaltsam sind? Kant hat fälschlicherweise geglaubt, der Mensch müsse sich aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien. Heute befinden wir uns in einer Phase, in der sich der Mensch freiwillig in die Unmündigkeit aufmacht, weil es für ihn bequemer ist und mehr Spaß bringt. Bruno Jonas wurde von der „Gesellschaft zur Rettung der Welt“ engagiert, die diesmal im „Hegelsaal“ der MS Deutschland auf hoher See einen Galaabend veranstaltet. Vor dem Nudelgangerl treten Illusionisten auf. Jonas ist nach dem Hauptgang dran. Thematisch ist alles erlaubt. Nach dem Dessert gibt es noch Sintflut für alle. Der Abend endet mit einem gemeinsamen Absaufen. Das kann nur heiter werden! 

http://www.bruno-jonas.de/

Simon Pearce

17. Okt

Simon Pearce

„Allein unter Schwarzen“ - 16. Rother Kabarettherbst

Sa, 20.00 Uhr,
VVK € 22,70/AK € 24/erm. € 16 - Karten in Kürze erhältlich

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Als „Shooting Star“ und „Prinz Charming“ der neuen Kabarett- und Comedyszene hat ihn die Süddeutsche Zeitung bezeichnet. Und ja, Simon Pearce ist schwarz. Und Urbayer.

Rassismus begegnet er mit Humor. Wie es ist, als Schwarzer im schwarzregierten Bayern aufzuwachsen? Das kann Pearce mit viel Ironie erzählen. Immer wieder hat er mit Skurrilem zu tun, mit offenem und verstecktem Rassismus. Aber auch mit übertriebener Political Correctness. In seinen kleinen, witzigen Geschichten übt er Gesellschaftskritik stets augendzwinkernd und ohne mit dem Zeigefinger zu wedeln. Land oder Stadt, Osten oder Süden – Engstirnigkeit, Rassismus und überkorrekte Befangenheit finden sich überall. Ein Glück, dass der „Eddie Murphy aus Puchheim“ (Freisinger Nachrichten) zu diesem Thema beste Unterhaltung bietet und eine Spielfreude an den Tag legt, die greifbar zu sein scheint – auch wenn einem oftmals das Lachen im Hals stecken bleiben könnte. Aber manchmal hilft halt nur eine gute Portion Humor!  

Foto: Alan Ovaska

https://simonpearce.de/

Constanze Lindner

23. Okt

Constanze Lindner

„Miss Verständnis“ - 16. Rother Kabarettherbst

Fr, 20.00 Uhr, Kulturfabrik
VVK € 22,70/AK € 24/erm. € 17 - Karten in Kürze erhältlich

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Diese Frau hat viel durchgemacht. Vor allem Nächte. Und in diesen dunklen Stunden hat sie aufgeschrieben, was in ihrem Leben falsch verstanden wurde und werden wird. Sie ist zu dem Schluss gekommen: Alles. Vom ersten Schrei bis zum letzten Witz, nichts kommt so an, wie es gemeint war.

Die Beschimpfungen im Sandkasten, die Schwüre der ersten großen Liebe, die Fummeleien der zweiten bis elften, das gepunktete Kleid bei der Verlobung und sogar die derben Späße bei Beerdigungen – alles gerät in falsche Hälse und schlägt dann auf die Mägen. Wohin so ein Schatz an vollkommen falsch verstandenen Erfahrungen führen kann, zeigt uns Constanze Lindner in ihrem aktuellen Programm, für das Michael Altinger und Alexander Liegl als Co-Autoren fungierten und unter der Regie von Gabi Rothmüller entstand. Lindner, zuletzt mit dem Bayerischen Kabarettpreis „Senkrechtstarter“ ausgestattet, ist bekannt aus diversen Fernsehformaten wie „Die Komiker“ und „Schlachthof“, seit 2016 moderiert sie das „Vereinsheim Schwabing“, stand zu Beginn ihrer Karriere mit Christian Springer, Helmut Schleich, Hannes Ringlstetter, Luise Kinseher und Severin Gröbner auf der Bühne und präsentierte 2013 ihr erste Soloprogramm. Seit 2019 zeigt sie ihr drittes Solo „Miss Verständnis“. Und wer diesen Abend erlebt hat, beginnt alle Missverständnisse zu verstehen und Verständnis für jeden vermissten Versteher zu entwickeln. Und wer es sich nicht ansehen will, bekommt richtig Probleme. Verständnisprobleme. Verstanden?

Foto: Martina Bogdahn

http://constanze-lindner.de/